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Was hat es mit dem „Eiweißhunger“ auf sich?

Juli 09, 2020

Was hat es mit dem „Eiweißhunger“ auf sich?

Unsere Nahrung setzt sich aus den drei Makronährstoffen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß (Proteine) zusammen. Diese Nährstoffe sind besonders wichtig, da sie unseren Körper die notwendige Energie liefern. Eine ausgewogene Ernährung ist unerlässlich für eine ausreichende Nährstoffzufuhr.
Dabei stellen die Kohlenhydrate eine wichtige Energiequelle für den menschlichen Körper dar. Fette sind der zweitwichtigste Energielieferant. Eiweiß hingegen spielt eine entscheidende Rolle beim Aufbau und bei der Erneuerung von Zellen und Gewebe.
Diese Fähigkeit kann von keinem anderen Nährstoff übernommen werden.

Eine ausreichende Eiweißzufuhr bildet die Grundlage für zahlreiche Stoffwechselprozesse und den Aufbau von Muskel und Stützgewebe. Proteine bilden eine Kette von Aminosäuren und manche von ihnen werden als essenzielle Aminosäuren bezeichnet, da diese vom Körper selbst nicht hergestellt werden können. Wir sind daher darauf angewiesen, diese Aminosäuren durch unsere Nahrung aufzunehmen.

 

Was hat es mit dem „Eiweißhunger“ auf sich?

Unsere Nahrung setzt sich aus den drei Makronährstoffen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß (Proteine) zusammen. Diese Nährstoffe sind besonders wichtig, da sie unseren Körper die notwendige Energie liefern. Eine ausgewogene Ernährung ist unerlässlich für eine ausreichende Nährstoffzufuhr. 

Dabei stellen die Kohlenhydrate eine wichtige Energiequelle für den menschlichen Körper dar. Fette sind der zweitwichtigste Energielieferant. Eiweißhingegen spielt eine entscheidende Rolle beim Aufbau und bei der Erneuerung von Zellen und Gewebe. Diese Fähigkeit kann von keinem anderen Nährstoff übernommen werden.

Eine ausreichende Eiweißzufuhr bildet die Grundlage für zahlreiche Stoffwechselprozesse und den Aufbau von Muskel und Stützgewebe. Proteine bilden eine Kette von Aminosäuren und manche von ihnen werden als essenzielle Aminosäuren bezeichnet, da diese vom Körper selbst nicht hergestellt werden können. Wir sind daher darauf angewiesen, diese Aminosäuren durch unsere Nahrung aufzunehmen.


Menschen und Tiere nehmen so lange Nahrung zu sich, bis ihr Hunger nach Eiweiß gestillt ist. Weist die Nahrung hingegen bereits zu Beginn einen hohen Anteil an Proteinen auf, dann wird früher mit dem Essen aufgehört, als wenn der Proteinanteil niedrig ist.

 

Demnach beschreibt der Effekt des „Eiweißhungers“ folgendes Verhalten:

Sobald genügend Eiweiß aufgenommen wurde, hat der Körper keinen Hunger mehr und hört mit der Nahrungszufuhr auf.

 

Über den Zusammenhang ist bisher noch wenig berichtet worden. Dank des Wissenschaftsautors Bas Kast, welcher den Bestseller „Der Ernährungskompass“ geschrieben hat, wurde dem Thema mehr Aufmerksamkeit geschenkt.  

Zwei australische Insektenforscher namens Stephen Simpson und David Raubenheimer konnten als erste dieses Verhalten bei Insekten beobachten. Genauer gesagt wurde dieses Phänomen bei den Mormonengrillen festgestellt. Millionen dieser Grillen ziehen im Frühling quer durch Amerika und hinterlassen jedoch nicht wie andere Insekten kahl gefressene Landschaften, sondern bedienen sich vorzugsweise bei Blättern von Hülsenfrüchten, Pusteblumen, Aas und letzten Endes fressen sie auch einander. Der Forscher Simpson hatte daraufhin eine Vermutung und führte ein Experiment durch, bei dem die Mormonengrillen vier Schalen zur Verfügung hatten, welche entweder aus Eiweiß, aus Kohlenhydraten oder aus einer Mischung von beiden bestand. Die Insekten haben sich vorzugweise auf die Schale mit dem unverdünnten Eiweiß gestürzt und somit konnte Simpson seine Hypothese bestätigen, nämlich dass die Mormonengrille im Hungerzustand nicht nur wahllos frisst, sondern ein gezieltes Verlangen nach Eiweiß vorweist




„Erst wenn unser Eiweißhunger gestillt ist, hören wir auf zu essen“

Dieses Phänomen veranlasste die Insektenforscher Simpson und Raubenheimer dazu, die Hypothese auch an Menschen zu testen. Dank der Hilfe einer ehrgeizigen Zoologiestudentin namens Rachel Batley konnten die Wissenschaftler eine Studie in einem Chalet in den Schweizer Alpen durchführen. Die Studie wies nur eine kleine Teilnehmeranzahl auf, insgesamt nahmen zehn Personen teil. An den ersten beiden Versuchstagen bot das Buffet alles was das Menschenherz sich nur wünschte. Zum Frühstück gab es Schinken, Früchte und Croissants, als Lunch wurde Salat, Joghurt und Thunfisch serviert und als krönender Abschluss bekamen die Versuchspersonen Hühnchen, Couscous, Kartoffeln und Fisch. Alle durften essen so viel sie wollten, ohne Einschränkung. Das einzige, was sie vor dem Essen machen mussten, war die Essens-Portionen abwiegen zu lassen. Die Studentin Rachel Batley hat mit Sorgfalt die gewogenen Portionen notiert, so dass man wusste wieviel jede Person aß.

Das tatsächliche Experiment wurde erst am dritten und vierten Tag begonnen, an dem die Versuchspersonen in zwei Gruppen eingeteilt wurden. Die erste Gruppe erhielt eine proteinreiche Kost mit Käse, Milch, Eier und Hühnchen und die zweite Gruppe bekam eine proteinarme, also kohlenhydratreiche Kost mit Butter, Marmelade, Honig, Croissants und Nudeln. Beiden Gruppen wurde Wasser zur Verfügung gestellt und sie durften wie an den beiden ersten Tagen so viel essen bis sie satt waren.

An den letzten zwei Tagen wurden die Gruppen wieder zusammengeführt und alle hatten freien Zugang zum gesamten Buffet. Danach war die Datenerhebung, also das Experiment, beendet.

Nach Auswertung der Daten stellten Simpson und Raubenheimer fest, dass die proteinreiche Gruppe nicht alles essen konnte, sie neigte dazu mehr Eiweiß aufzunehmen und war daraufhin schneller satt. Die kohlenhydratreiche Gruppe hingegen hatte wie zuvor gegessen. Niemand hatte beide Gruppen dazu gezwungen, weniger zu essen. Die Testpersonen, welche sich am proteinreichen Buffet bedienten, haben sich nicht maßlos vollgegessen und hörten demnach schneller auf als die andere Gruppe. Begründung, sie waren satt!
Schlussendlich nahmen sie 38 Prozent weniger Kalorien zu sich. Der Proteinhunger wurde durch die proteinreiche Mahlzeit zügig gestillt. Die Testpersonen gingen unaufgefordert eine Diät ein, ohne dass sie es selbst wussten.

Anders dagegen verhielt sich die proteinarme, kohlenhydratreiche Gruppe. Diese verzehrten eine große Menge an Essen und nahmen letztendlich im Durchschnitt 35 Prozent mehr Kalorien auf. Dadurch, dass das Buffet am dritten und vierten Tag sehr proteinarm war, blieb den Testpersonen nichts anderes übrig als sich mit dieser Kost satt zu essen.

Alle Teilnehmer hatten unbewusst ihre Proteinzufuhr konstant gehalten, nur die eine Gruppe musste viel mehr Kohlehydrate mitessen, um die Proteinhöhe zu erreichen. Als Referenz wurden die ersten zwei Tage herangezogen, wo beide Gruppen sich ungehindert von einem ausgewogenen Buffet bedienen durften.

Demnach wurde festgestellt, dass sich Menschen in gewissermaßen wie Mormonengrillen verhalten. Wir Menschen essen so lange, bis unser Proteinhunger gestillt ist. Werden also Lebensmittel mit geringem Eiweißteil verzehrt, muss man unweigerlich mehr davon essen bis der entsprechende Eiweißbedarf gedeckt ist. Dieses Phänomen wird als „Eiweißeffekt“ bezeichnet. Erst durch diesen Effekt lässt sich das Verhalten der Probanden erklären.

„Protein leverage hypothesis“

David Raubenheimer und Stephen Simpson bezeichnen das Phänomen auch als den "Protein-Hebel-Effekt". Ihrer Theorie zufolge, könnte ein Unterangebot an Eiweiß einer der Gründe für den Anstieg der Probleme mit Übergewicht sein. Abhängig von Körpergröße, Geschlecht, Alter und Bewegung brauchen Frauen in etwa 2000 Kalorie pro Tag und Männer etwa 2500 Kalorien pro Tag. Die Menschen neigen jedoch bekanntlich dazu, mehr zu essen als sie brauchen. Dies führt dann ausnahmslos zu einer Zunahme an Körpergewicht. Übergewicht ist ein zentrales Thema heutzutage und spielt in der Ernährungsforschung eine wichtige Rolle. Die Studie bietet somit neue Erkenntnisse und erklärt, warum es Menschen manchmal schwer fällt nur die Hälfte zu essen. Die Nahrungsaufnahme ist weit mehr als nur eine reine Energieaufnahme, vielmehr kommt es auch auf die Qualität der Mahlzeit an. Die Studie demonstriert, wie wichtig Eiweiß ist und was für ein wertvoller Baustoff es für unseren Körper darstellt. In dieser Erkenntnis liegt möglicherweise der Schlüssel für die meisten Gewichtsprobleme.



Zukunft in der Ernährungsmedizin

Trotz aussagekräftiger Ergebnisse wird die Studie von der Öffentlichkeit und den meisten Ernährungsexperten größtenteils ignoriert. Grund dafür ist vermutlich, dass Simpson und Raubenheimer nicht zu den klassischen Vertretern der Ernährungsmedizin zählen, sondern australische Insektenforscher sind. Nach Veröffentlichung gingen zahlreiche Wissenschaftler näher auf das Thema ein. Mittlerweile gibt es 38 Studien, die das Ergebnis bestätigen. Eindeutig bewiesen ist der Protein-Hebel-Effekt nicht. Inzwischen weisen immer mehr Studien darauf hin, dass Proteine eine sehr wichtige Rolle dabei spielen, wann Menschen satt werden.



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Die oben angeführten Studien zeigen, wie wichtig eine proteinreiche Nahrung ist. Der Körper kann Eiweiß nicht selbst herstellen, deshalb ist eine Ernährung mit einer ausreichenden Eiweißzufuhr essenziell.
Die all in® Produkte können dazu beitragen eine angemessene Proteinzufuhr zu erreichen. Das ausgeklügelte Sortiment umfasst eine große Auswahl an Pulvern, Riegeln und Drinks in verschiedenen Geschmacksrichtungen.

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Quellen:
[1] Gosby AK, Conigrave AD, Lau NS, Iglesias MA, Hall RM, Jebb SA, Brand-Miller J, Caterson ID, Raubenheimer D, Simpson SJ, Morrison C.: Testing Protein Leverage in Lean Humans: A Randomised Controlled Experimental Study. In: PLoS ONE, 2011, Vol.6(10), S.e25929.
[2] Gosby AK, Conigrave AD, Raubenheimer D, Simpson SJ.: Protein leverage and energy intake. In: Obesity Reviews, März 2014, Vol.15(3), S.183-191.
[3] Kas Bast (2018): Der Ernährungskompass. München: C. Bertelsmann Verlag, 26.Auflage.
[4] Protz K.: Was der Körper braucht. In: Heilberufe, 2010, Vol.62(7), S.33-36.
[5] Simpson SJ, Batley R, Raubenheimer D.: Geometric analysis of macronutrient intake in humans: the power of protein? In: Appetite, 2003, Vol.41(2), S.123-140.
[6] Simpson SJ, Raubenheimer D.: Obesity: the protein leverage hypothesis. In: Obesity Reviews, Mai 2005, Vol.6(2), S.133-142.





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