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Mangelhafter Ernährungszustand

 

Unter einem mangelhaften Ernährungszustand wird eine quantitative oder qualitativ unzureichende Versorgung des Körpers mit Energie aus den Hauptnährstoffen Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten sowie mit Vitaminen und Mineralstoffen verstanden.

 

Ursachen können sein:

  • eine ungenügende Nahrungs- und somit Nährstoffaufnahme (oft wg. Appetitlosigkeit)
  • ein erhöhter Nährstoffbedarf
  • ein eingeschränkter Verdauungs- und Resorptionsprozess


Die Anzeichen für einen mangelhaften Ernährungszustand können sowohl körperlicher als auch psychischer Art sein und führen immer zu einer Verschlechterung der Lebensqualität.

 

Analyse der Ernährungssituation anhand folgender Fragen:

  • Liegt Appetitlosigkeit vor?
  • Besteht ein eingeschränkter Verdauungs- oder Resorptionsprozess?
  • Gibt es eine eingeschränkte Kau- oder Schluckfähigkeit?
  • Besteht wenig bis kein Hunger- und Durstgefühl?
  • Werden kleinere Portionen als gewohnt gegessen?
  • Ist der BMI (Body-Maß-Index) < 19?
  • Bestand ungewollter Gewichtsverlust? (> 5 % des Körpergewichts in 3 Monaten oder 10 % des Körpergewichts in 6 Monaten)

 

Sollte mehr als einer der oben genannten Punkte mit „Ja“ beantwortet werden, sollte unbedingt eine Ernährungsberatung erfolgen!

 

Die Folgen einer lang bestehenden Unter- oder Mangelversorgung des Körpers sind weitreichend, wobei Umfang und Schwere vom Ausmaß und der Dauer des Nährstoffmangels abhängen. [1, 2]
Das Risiko für einen mangelhaften Ernährungszustand kann von Fachkräften anhand eines Screening-Bogens ermittelt werden. Die sich anschließende Ernährung sollte ausgewogen und für die jeweiligen Bedürfnisse gut verträglich, energie- und eiweißreich sein! [2, 6]

 

Tipps für die Verbesserung des Ernährungszustandes:

  • mehrere kleine Mahlzeiten (5–8) über den Tag verteilt essen
  • ausgiebig frühstücken, erfahrungsgemäß toleriert der Körper morgens die größte Nahrungsmenge
  • häufige Zwischenmahlzeiten verzehren, z. B. all in® COMPLETE Protein Mahlzeiten, Sahnejoghurt, Trinkjoghurt, kleine Mehlspeisen, Müsli, Schokoriegel, frisches Obst oder kleine belegte Brötchen
  • Snacks in den Speiseplan einbauen: Riegel, Nüsse, Trockenobst, Knabbereien oder Süßigkeiten
  • Fertigprodukte verfügbar halten: Vorrat an Tiefkühlfertiggerichten, Pudding oder Obstgläschen. Vorteil: jederzeit ohne Aufwand verfügbar 

 

Tipps zur Aufwertung und Anreicherung von Gerichten:

  • all in® COMPLETE Protein Mahlzeiten zum Anreichern von süßen Speisen einsetzen z.B. Pudding, Soße für Obstsalate, Eisshakes etc.  [3]
  • all in® PURE Protein Pulver und all in® PURE Whey Protein Pulver zum Anreichern von süßen und pikanten Speisen oder auch von Getränken
  • 2–3 Esslöffel Öl pro Tag
  • Kohlenhydratpulver ( z.B. Maltodextrin 6 aus der Apotheke) liefern zusätzliche Kalorien (nicht für erhöhte Blutzuckerwerte geeignet)
  • fettreiche Zubereitung von Speisen, die zuvor ohne Fett zubereitet wurden (z.B. Beilagen wie Reis, Nudeln, Kartoffeln; Gemüse)
  • Cremesuppen, Saucen oder Desserts mit Sahne oder Crème fraîche verfeinern
  • kalorienreiche Gemüse- und Obstsäfte statt Wasser [3]

    all in SORTIMENT


    Quellen:
    [1] SCHAUDER, P.: Unterernährung des Erwachsenen. In: SCHAUDER, P.: Ernährungsmedizin Prävention und Therapie. Urban & Fischer Verlag. München. 2006. S. 645- S. 657
    [2] VEITL, V.: Prophylaxe und Therapie der Wundheilungsstörung-Bedeutung der Ernährung. In: WIDHALM, K.: Ernährungsmedizin. Verlagshaus der Ärzte. Wien. 2009. S. 307- S. 320
    [3] KRAMER, K. et al.: Ernährung bei Lebererkrankungen. Wilhelm Maudrich Verlag. Wien. 2011. S. 31-32