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Appetitlosigkeit

Appetitlosigkeit

Der "Nutrition Day" ist die größte europaweite Ernährungsstudie, die in Krankenhäusern sowie in Alten- und Pflegeheimen seit 2003 jährlich zur Erkennung eines mangelhaften Ernährungszustandes durchgeführt wird. Laut dieser Studie stellt die Appetitlosigkeit eine der häufigsten Ernährungsrisiken dar. 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.nutritionday.org

Ursachen für Appetitlosigkeit sind:

  • herausfordernde Lebenssituationen, die in kurzer Zeit eine ungewollte Gewichtsabnahme und allgemeine Schwäche auslösen
  • depressive Verstimmungen
  • eintönige Diätkost
  • Infektionen z.B. Erkältungen, Magen-Darm-Probleme
  • soziale und psychische Faktoren

Mit fortschreitendem Alter sind verminderte körperliche Aktivität, Hormonveränderungen oder die Abnahme der Geruchs- und Geschmackswahrnehmung häufige Ursachen für die Abnahme des Essantriebs. [3] 

Tipps bei Appetitlosigkeit:

  • Mahlzeiten zu sich nehmen, wann immer es möglich erscheint, auch nachts
  • mindestens 5-mal täglich kleine Portionen verzehren, wobei 1 Portion mind. einer Faust, einem Becher (200 ml) oder einer Dessert- bzw. Suppenschüssel entspricht
  • hochkalorische und eiweißreiche Speisen mit hoher Nährstoffdichte (siehe auch Anreicherung von Gerichten)
  • Getränke als Energielieferanten nutzen (Fruchtsäfte, selbst hergestellte Shakes)
  • eiweiß- und energiereiche all in® COMPLETE Protein Mahlzeit verwenden
  • all in® COMPLETE und all in® ACTIVE Riegel sind praktisch für unterwegs
  • all in® PURE Protein Pulver und all in® PURE Whey Protein Pulver zur Anreicherung von kalten und warmen Getränken sowie pikanten und süßen Speisen einsetzen
  • Grapefruit oder Bitter Lemon verzehren, die darin enthaltenen Bitterstoffe steigern die Lust auf Essen. Vorsicht: bei der Einnahme von Medikamenten – Wechselwirkungen beachten!
  • Spaziergänge vor dem Essen, um den Appetit anzuregen und frische Luft zu "tanken"
  • starke Essensgerüche meiden 
  • nicht selbst kochen
  • frische Kräuter verwenden (Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Thymian), um mehr frische Würze und anregenden Geschmack in die Speisen zu bekommen
  • Säfte (z.B. Johannisbeer-, Orangen- oder Ananassaft) oder nach Rücksprache mit einem Arzt alkoholische Getränke ca. 1 Std. vor dem Essen als Aperitif zur Appetitanregung (Bier, Wein, Wermut wegen der Bitterstoffe) trinken
  • in Gesellschaft und angenehmer Atmosphäre essen
  • das Bewusstsein stärken, dass jeder Bissen Kraft gibt [5]

Tipps bei verändertem Geruchs- & Geschmacksempfinden:

  • kalte Speisen bevorzugen, diese sind meist geruchsneutraler
  • starke Koch- und Essensgerüche vermeiden
  • regelmäßiges Lüften der Räume
  • geruchs- und geschmacksarme Beilagen bevorzugen: Nudeln, Reis, Knödel, Kartoffel, Püree, Polenta sowie Brot und Gebäck
  • eiweißreiche Lebensmittel mit weniger Eigengeschmack bevorzugen: Naturjoghurt, Topfen (Quark), Hüttenkäse, Eier oder Tofu
  • schlechten Geschmack im Mund durch Kamille-, Salbei- oder Pfefferminztee verbessern
  • Kaugummis, milde Mundspülungen oder Bonbons einsetzen
  • Kunststoffbesteck statt Metallbesteck
  • bittere Getränk wie Tonic Water oder Bitter Lemon gegen metallischem Geschmack im Mund trinken
  • Gerichte mit frischen Kräutern, Kräutersalz oder Sojasauce nachwürzen [2,3,4]

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Quellen:
[1] HAHN, A.: Ernährung und Arzneimittel. In: BIESALSKI, H. K. et al.: Ernährungsmedizin. Georg Thieme Verlag. Stuttgart. 2010. S. 949
[2] STANGER, O.: Vitamin-B6 (Pyridoxin). In: LEDOCHOWSKI, M.: Klinische Ernährungsmedizin. Springer Verlag. Wien. 2010. S.534
[3] VOLKERT, D.: Ernährung im Alter. In: BIESALSKI, H. K. et al.: Ernährungsmedizin. Georg Thieme Verlag. Stuttgart. 2010. S. 361
[4] ZÜRCHER, G. et al.: Ernährung und Krebserkrankungen. In: BIESALSKI, H. K. et al.: Ernährungsmedizin. Georg Thieme Verlag. Stuttgart. 2010. S. 576- S. 577
[5] KRAMER, K. et al.: Ernährung bei Lebererkrankungen. Wilhelm Maudrich Verlag. Wien. 2011. S. 27